In vielen Gewässern findet man unter Steinen kleine Gespinnste der freilebenden (also ohne Köcher) Köcherfliegenlarven der Familie Hydropsyche. Diese fangen mit ihren kleinen Netzen Schwebstoffe aus dem Wasser auf, die ihnen als Nahrung dienen. Die Larven können recht gross werden (bis 1,5 oder sogar 2cm) und bilden eine wichtige Nahrungsquelle der Fische. Daher fische ich recht häufig mit Nachbildungen dieser Larven und brauche auf Grund der tiefen Führung der Fliege und dem damit verbundenen hohen Verschleiss eine einfach zu bindende und gut haltbare Imitation. Dies ist für mich die Bodyglass Larve, deren Bindeweise ich hier kurz vorstelle.
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Materialliste:
- Gebogener Haken der Grösse 10 bis 14
- Bindefaden in weiss und schwarz
- Bodyglass in olive
- Bleidraht
- schwarzer Edding
- Rebhuhnrupf
- dunkles Dubbing
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| Als erstes wird eine Lage Bleidraht auf dem Haken aufgebracht, damit die Larve tief gefischt werden kann. |
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| Dann wird mit weissem Bindefaden eine
Grundwicklung gelegt bis in den Hakenbogen hinein, damit eine schön
gebogene Fliege entsteht. |
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| Jetzt über der gesamten Länge des
Hakens das Bodyglass einbinden. Dies ist wichtig, da man sonst später
einen Buckel in der Fliege hat, der nicht so schön aussieht. Den
weissen Faden hinter dem Öhr mit dem schwarzen abfangen, damit der
Kopfbereich der Fliege wie beim natürlichen Insekt dunkel wird. Die
Oberseite des weissen Bereichs färbe ich mit einem schwarzen Stift ein,
da dann der Rücken der Larve dunkler gefärbt ist als der Bauch. Noch
etwa dünnflüssigen Lack drauf für eine bessere Haltbarkeit. |
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| Das Bodyglass wird nun in anliegenden
Windungen nach vorne gewunden und mit dem Bindefaden abgefangen. Der
dunkle Rücken und helle Bauch sind deutlich zu erkennen. Jetzt ein paar
Rebhuhnfiebern als Beinchen einbinden und aus dunklem Dubbing (braun
oder schwarz) einen Kopf formen. Einen Abschlussknoten bilden und
diesen gut lackieren. Fertig ist eine Fliege für jeden Tag und jedes
Gewässer.
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