Parachutes

Parachute sind der absolute Renner unter den Trockenfliegen. Sie sind einfach zu binden und immitieren je nach Bindeweise schlüpfende oder auf dem Wasser sitzende Eintagsfliegen und Köcherfliegen. Sie landen sehr sanft auf dem Wasser und mit einer riesigen Warscheinlichkeit auch in der richtigen Position. Also schaut doch mal, wie man eine ganz einfache, aber äusserst fängige Parachute bindet.

Parachute_Materialliste.jpg
Materialliste:
  • Haken Curved Nymph Gr. 12 bis 18 oder geraden Trockenfliegenhaken
  • Bindegarn UNI 8/0 black
  • Polypropylene Floating Yarn rot
  • Fiebern aus Gänsefeder naturgrau
  • Schwarze Hechel aus Neck oder Saddel
  • Dry Fly Dubbing Black (nicht auf Bild)
  • Bindelack
 
Parachute_Flugel_einbinden.jpg
Grundwicklung aufbringen und im vorderen Drittel ein Stück Floating Yarn einbinden.
 
Parachute_Flugel_fertig.jpg
Den Flügel mit Wicklungen vor und um den Ansatz des Flügels aufstellen. Den Bindefaden nach hinten führen und Lack auftragen.
 
Parachute_Gansefieber_eingebunden.jpg
Ein paar Fiebern aus einer Gänsestoßfeder einbinden und den Faden zum Ansatz des Flügels führen. Mit den Gänsefiebern das Abdomen der Fliege bilden und mit dem Faden abfangen. Wickelt man die Gänsefiebern in ein wenig Lack, braucht man den Körper nicht Rippen. Formt man den Körper aus Dubbing kann eine Rippung mit Ovaltinsel oder Glitzerfäden erfolgen. Dies macht die Fliege nicht unbedingt haltbarer, aber verleiht ihr etwas Glitzer, was die Fische zum Anbiß reizen kann. Meine Devise ist so natürlich wie möglich binden. Deshalb nehme ich auch lieber weiße Flügel. Die roten sieht man in der Dämmerung allerdings besser.
 
Parachute_Hechel_eingebunden.jpg
Dann eine in der Größe passende Hahnenfeder aussuchen und direkt vor dem Flügel einbinden.
 
Parachute_Hechel_gewickelt.jpg
Die Feder um den mit Garn umwundenen Flügelansatz winden, wobei die erste Wicklung die oberste sein sollte. Die Feder mit dem Faden abfangen und den Rest abschneiden.
 
Parachute_fertig.jpg
Nun noch mit Dubbing den Thorax bilden. Nur sehr wenig Dubbing nehmen, damit die Fliege nicht zu dick wird. Einen Abschlußknoten hinter dem Öhr machen und den Flügel in die gewünschte Länge stutzen. Fertig. Diese Fliege auf keinen Fall mit irgendwelchen Fetten behandeln, damit sie besser schwimmt. Es gibt Mittel in Pulverform, die die Fiebern nicht verkleben und die Fliege reinigen und imprägnieren. Die einzelnen Teile der Fliege können je nach Geschmack ganz verschieden gebunden werden.
 

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